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Die
Dnepr (KMS*)- Motorräder werden bzw. wurden in Kiew gebaut,
einer Stadt in der Ukraine.
Die Geschichte der Kiewer Motorradwerke begann bereits 1946 mit
der Produktion eines Kleinkraftrades, mit schweren Motorrädern
jedoch erst gegen Mitte der 50er Jahre.
1956
baute man in Kiew das Modell K-750, welches auf der sehr erfolgreichen
M-72 basierte. Nicht verwunderlich, denn die Teile für dieses
Motorrad kamen zu einem großen Teil aus dem Irbiter Motorradwerk. |
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Ab
1967 nannte man die KMS- Werke dann in "Dnepr" um, benannt
nach dem durch die Ukraine verlaufendem Fluß. Als Nachfolger
der K-750 folgte das Modell K-650 welches wiederum später durch
die MT-9 abgelöst wurde. Mitte der Sechziger Jahre stellte
man die Motorenproduktion dann gänzlich auf kopfgesteuerte
Motoren um. Dnepr spezialisierte sich - nachdem die Ural-Werke nur
noch für den zivilen Markt produzierten - auf militärische
Ausführungen, wie z.B. die MT-16.
Zwischenzeitlich
mauserte man sich zur "Kreml-Marke" und stellte auf Wunsch
der Regierung Eskorte- Motorräder, z.B. für Staatsbesuche
her. |
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Bis
1989 zählte man bei Dnepr ca. 2 Millionen produzierte Maschinen!
Die gesamte Umstrukturierung der ehemaligen UdSSR im Jahre 1991
ging auch am Dnepr-Werk nicht spurlos vorbei. Man musste sich
fortan bemühen um wirtschaftlich am Ball zu bleiben.
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Das Ergebnis waren diverse neue Modell- Konzepte die die verschiedensten
Käuferschichten ansprechen sollten. Man spezialisierte sich
z.B. auch auf den Umbau von Zivil-Maschinen auf Behörden- Versionen
für Feuerwehr und Polizei.
Knapp
9.000 Menschen arbeiteten hier daran Dnepr weiter voran zu bringen,
allerdings mit wenig Erfolg. Qualitativ hielt keine werksneue "Dnepr"
den hohen westlichen Ansprüchen stand, so das der Ruf hierzulande
stark darunter litt. Seit 2001 produziert das Dnepr-Werk keine Neu-Maschinen
mehr, dennoch ist es nicht geschlossen! Es arbeiten noch immer viele
Leute vorort.
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P.S.
*KMS ist die richtige Übersetzung vom Ukrainischen in das Deutsche
und heißt übersetzt Kiewer Motorrad Werk (in etwa: Kiew
Motoziklui Sawot). Falsch ist die Bezeichnung KMZ.
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